Hier findest du echte Shiba Inu Geschichten über Yoko – humorvolle Anekdoten, kleine Abenteuer, ein Gedicht und eine große Fantasy-Erzählung rund um unseren Shiba Inu. Diese Seite sammelt alle Erlebnisse, die wir mit Yoko teilen.
Yoko ist unser bester Freund,
lustig wird’s immer, wenn sie erscheint.
Spaß will sie machen, tolle Tricks,
sie bringt uns Stunden des Glücks.
Man ruft nur Yoko, Yoko, gleich wird sie kommen,
manchmal vielleicht, in unserem Reich,
jeder kennt sie – das entzückende Shibavieh.
Wir lieben Yoko, Yoko, die Freundin aller Kinder,
Große nicht minder, lieben auch sie.
Yoko hat Mut, sie ist schon okay,
man nennt sie die schöne Prinzessin, jippijohe,
springt immer munter, kämpft wie ein Held,
tut selten, was uns nicht gefällt.
(Gedichtet in starker Anlehnung an den
Titelsong der Fernsehserie "Flipper".)
Yoko war gerade mal drei Tage bei uns und ich war vollkommen erschöpft.
Also habe ich mich neben das Bett auf den Teppich gelegt.
Yoko kam zu mir, sie krabbelte auf meinen Bauch und dann
leckte sie mir fast eine Stunde lang den rechten Arm.
Im Internet las ich, das könnte ein Zeichen dafür sein,
dass mich der Hund als Rudelführer anerkennt. Ich war mächtig stolz.
Bis ich zwei Stunden später beobachten musste, wie sie mit
gleicher Intensität die alte Decke auf dem Wohnzimmerboden abschleckte.
Da wusste ich dann, wo ich wirklich in der Hierarchie stand.
Das hört jeder Chiba Inu Besitzer immer und immer wieder:
"Oh, der sieht ja genau so aus wie ein Fuchs. Nein, genau wie ein Füchslein...."
Ich antworte dann meistens mit den Worten:
"Ja, so ist es und wir haben sie dort oben am Waldrand eingefangen."
Matata unterrichtete Tessa nun schon seit zwei Wochen in der Kunst der Meditation. Jeden Tag kam sie für etwa zwei Stunden zu ihm. Es ging alles viel besser, als er befürchtet hatte. Tessa war vierzehn Jahre alt, genauso alt wie er selbst. Sie war sehr lernfähig und freundlich. Beide hatten sich von Anfang an bestens verstanden.
Heute wollten sie einen kleinen Ausflug unternehmen und auf dem höchsten Hügel auf der anderen Seite des Flusses eine Achtsamkeitsübung durchführen. Sie hatten sich für diesen Ausflug den ganzen Tag frei genommen und ordentlich Proviant eingepackt. Matata hatte zusätzlich etwas Werkzeug in seinen Rucksack gesteckt und Tessa war wie immer leicht bewaffnet, mit Messer und Bogen.
Es dauerte ungefähr drei Stunden, bis sie den Gipfel erreicht hatten. Bevor sie mit den Meditationen beginnen wollten, stärkten sie sich mit Früchten und tranken dazu etwas Wasser.
Bei der ersten Achtsamkeitsaufgabe ging es darum die Augen zu schliessen und sich nur auf die Geräusche der Umgebung zu konzentrieren und dabei möglichst alle Geräusche ganz bewusst und intensiv wahrzunehmen.
Tessa, eine geübte Jägerin, fühlte sich mit dieser Übung sehr vertraut. Sie hörte das Pfeifen des Windes, das sanfte Plätschern des Flusses, das Rascheln der Blätter in den Bäumen und das Zwitschern von Vögeln. Sie genoss es sehr sich in diese Geräuschkulisse hineinfallen zu lassen. Auf einmal hörte sie ein sehr leises, offensichtlich weit entferntes, verzweifeltes und hilfloses Winseln eines Tieres. Sofort konzentrierte sie sich nur noch auf dieses Geräusch und schaltete praktisch alle anderen Geräusche ab. So konnte sie gut orten aus welcher Richtung das Winseln kam. Ausserdem konnte sie erahnen, dass es sich vermutlich um einen Wolf handelte.
Matata, der ebenfalls den Wind, die Vögel und das Plätschern gehört hatte, war mächtig stolz auf seine guten Ohren. Manchmal glaubte er sogar, er könnte das Gras wachsen hören. Jetzt war es Zeit die Aufgabe zu beenden und sich mit Tessa über ihre Wahrnehmungen auszutauschen. Danach würden sie mit der nächsten Übung, die Konzentration auf alles Sichtbare, fortfahren.
Er staunte nicht schlecht, als Tessa ihm von dem Winseln eines weit entfernten Wolfes berichtete, er hatte absolut nichts dergleichen gehört. Für Beide war sofort klar, dass sie die Achtsamkeitsmeditation sofort abbrechen würden, um herauszufinden, was das Winseln zu bedeuten hatte.
Matata folgte der jungen Jägerin, die zwischendurch immer wieder kurz stehen blieb, um die Richtung zu orten. Nach etwa einer Stunde Wanderung hörte auch Matata das jammervolle Winseln des Tieres. Es berührte ihn tief in seinem Herzen.
Nach einer knappen weiteren Stunde kamen sie an ihr Ziel. Sie befanden sich in einem relativ lichten Waldstückchen vor einer Grube. Darin lag ein kleines, mit Blut besudeltes, braunes Knäuel. Offenbar ein verletzter junger Wolf, vielleicht knapp ein Jahr alt, schätzte Tessa.
Als sich die beiden Menschen der Grube näherten, versuchte der Wolf aufzustehen um einen möglichen Angriff besser abwehren zu können. Aber er war durch Nahrungsmangel viel zu geschwächt und blieb erschöpft liegen.
Matata legte sich intuitiv auf den Boden, stimmte einen beruhigenden Summton an und kroch sehr langsam in die Grube mit nach vorne ausgestreckten Armen auf den kleinen Wolf zu. Er liess den Wolf an seinen Händen schnuppern und dann begann er ihn sehr sanft hinter den Ohren zu kraulen.
Tessa hielt sich zurück. Sie staunte darüber, dass der Wolf sich das alles einfach so gefallen liess. Eigentlich hätte er doch versuchen müssen dem Jungen in die Hand zu beissen. War er vielleicht bereits so schwach, dass er überhaupt keine Abwehrkräfte mehr besass?
Mittlerweile tröpfelte Matata dem Tier einige Tropfen Wasser aus seiner Reiseflasche auf die relativ trockene, ein wenig heraushängende Zunge des Wolfes. Die Flüssigkeit wurde sofort gierig von dem durstigen Lebewesen aufgesogen. Matata war sehr behutsam und mit der Zeit konnte der Wolf etwas mehr Wasser herunterschlucken.
Als nächstes kaute Matata eine getrocknete Frucht sehr gut durch. Dann vermischte er sie zusammen mit etwas Wasser in einem Becher zu einem nahrhaften Brei. Damit fütterte er das ebenso hungrige wie durstige Tier. Die ganze Zeit summte er weiter vor sich hin und dann kraulte er das kleine, braune, pelzige Wolfsknäuel wieder hinter den Ohren. Das ging noch eine ganze Weile so weiter und dann schlief der Wolf ein.
Tessa, die sich auf einmal auch sehr müde fühlte, war sehr verwundert. Leise fragte sie Matata: „Warum hat er dich denn nicht gebissen?“ Matata erklärte ihr, dass er mit allen Lebewesen und somit auch mit dem Wolf innerlich verbunden sei. Hätte der Wolf ihn gebissen, hätte er sich damit praktisch nur selber gebissen und das hätte ja wohl kaum einen Sinn ergeben.
Die beiden waren sich schnell einig darüber, dass sie den kleinen Wolf gesund pflegen würden. Für die Nacht entfachten sie ein kleines, kontrolliertes Feuer und bereiteten sich mit ihren Decken ein gemütliches Lager darum herum.
Als Matata am nächsten Morgen aufwachte, fühlte er sich wohlig warm und geborgen, aber auch etwas eingeengt. Als er sich umdrehen wollte merkte er, dass der kleine Wolf sich von hinten an ihn heran gekuschelt hatte. Er lächelte, befreite sich, stand auf, dehnte und streckte sich. Dann bereitete er mit dem letzten Proviant, den sie noch hatten, für alle zusammen einen leckeren Frühstücksbrei zu.
Bald wurden auch Tessa und das Tier wach. Nach der Mahlzeit untersuchten sie den kleinen Wolf und stellten erfreut fest, dass er nur ein paar relativ harmlose, bereits verheilte, Schnittwunden und einige dicke Prellungen hatte. Es war nichts gebrochen. Noch sehr wackelig auf den Beinen konnte er schon wieder einige Schritte laufen. Tessa meinte, der Wolf wäre weiblich und würde ab jetzt Yoko heissen. In zwei bis drei Tagen wäre sie wieder in guter Verfassung. Dann könnte und sollte sie sich auf den Weg machen und zu ihrem Rudel zurückkehren.
Jetzt stellte sich die Frage der Ernährung. Die Aufgabeneinteilung war einfach, Tessa würde jagen und Matata in der Zwischenzeit Nahrung und Wasser aus der Siedlung holen.
Am Abend sassen sie dann alle wieder zusammen am Lagerfeuer. Tessa hatte einen Hasen erlegt und das Fleisch brutzelte über dem Feuer. Bevor sie selber von dem Gebratenen ass, zerkaute sie einige Stücke gut durch und fütterte damit Yoko. Die kleine Wölfin leckte ihr dafür dankbar und zärtlich die Hände ab.
In der folgenden Nacht schlief zunächst jeder auf seiner eigenen Lagerstätte ein. Am Morgen merkte Matata dann, dass er erneut von Yoko Kuschelbesuch bekommen hatte.
Am nächsten Tag wollten sie endlich ihre Achtsamkeitsübung zu Ende führen. Im ersten Durchgang ging es darum zunächst nur alles zu hören, dann nur alles zu sehen und schliesslich nur alles zu fühlen.
Im zweiten Durchgang: zunächst reine Konzentration auf ein einziges Geräusch, dann auf einen einzigen Gegenstand und dann auf ein einziges Gefühl. Während dieser zweiten Übung wurde Yoko auf einmal aktiv. Sie dehnte sich und streckte sich, knurrte, hechelte und winselte und schliesslich schleckte sie abwechselnd Tessa und Matata die Füsse ab.
So war es kein Zufall, dass sich beide bei dieser Übung die ganze Zeit auf Yoko fokussierten. Seine Geräusche, sein Aussehen und wie es sich anfühlte, wenn sie sie ableckte, waren dann das zentrale Austauschthema. Beide merkten, dass ihnen die kleine braune Wölfin immer mehr ins Herz gewachsen war. Aber wie sollte das weitergehen? Die Beiden besprachen sich ausgiebig. Es gab keinen anderen Weg. Das Tier musste in sein natürliches, wildes Leben und zu seinem Rudel zurückkehren.
Am nächsten Morgen war Yoko schon wieder recht gut bei Kräften. So verabschiedeten sie sich noch am selben Tag schweren Herzens von Yoko und marschierten zurück in Richtung ihrer Dorfgemeinschaft. Die kleine Wölfin schaute ihnen sehnsuchtsvoll hinterher, aber sie gaben ihr durch deutliche Zeichen zu verstehen, dass sie nicht mitkommen sollte.
Am Abend erreichten sie ihr Dorf und wurden freudig wieder aufgenommen. Alle sassen an diesem Abend lange zusammen am Lagerfeuer. Matata und Tessa berichteten von ihren Erlebnissen der letzten drei Tage.
Dann wurden weitere Geschichten über zwischen Menschen und Tieren geschlossenen Freundschaften erzählt. Das Meiste war unterhaltsam und halbwegs glaubwürdig. Nur die Geschichte von Johannes wollte niemand so recht ernst nehmen: Er behauptete nach dem grossen Krieg hätte es einmal eine wunderbare Freundschaft zwischen einem Eichhörnchen, zwei Eseln und einem rundköpfigen Mann gegeben. So ein Quatsch, fanden fast alle.
Nach und nach zogen sich alle in ihre Hütten zum Schlafen zurück. Nur Tessa und Matata blieben noch sitzen und sie fragten sich, wie es denn nun ihrer kleinen Freundin Yoko weiter ergehen würde. Tessa war sehr zuversichtlich und überzeugt, dass sie ihr Rudel bestimmt bald wiederfinden würde und sie noch ein langes glückliches Leben vor sich hatte. Matata konnte das aber nicht wirklich glauben und er weinte heimlich ein paar Tränen.
Schliesslich wickelten sie sich in ihre Decken ein und schliefen vor dem Feuer liegend ein. Am nächsten Morgen erwachte Matata mit einem wohligen Kuschelgefühl. In seinen Armen lag die kleine Wölfin, die ihnen heimlich gefolgt war und sich nachts unbemerkt an ihn herangeschlichen hatte.
Matata wollte schon schimpfen. Sie solle, sie müsse doch wohl zurück in die Wildnis zu ihrem Rudel. Aber da schaute ihn Yoko so entzückend an und fiepte so niedlich, dass er nichts mehr sagen konnte. Er nahm Yoko in die Arme und dann kraulte er sie hinter ihren Ohren.
Wenig später kam auch Tessa dazu. Bevor sie sich beschweren konnte, sprang Yoko in ihre Arme und leckte ihr das Gesicht ab. Sie war ebenfalls dem liebenswerten, kleinen braunen Knäuel wehrlos ausgeliefert.
Was sollten sie tun? Ein wildes Tier im Dorf, das hatte es noch nie gegeben. Drei Tage später gab es eine Versammlung mit folgender Abstimmung: Da Yoko in der Zwischenzeit fast alle Bewohner und Bewohnerinnen besucht und kennengelernt hatte, brachte es niemand über das Herz sie aus dem Dorf zu verbannen. Yoko bekam eine hundertprozentige Zustimmung bleiben zu dürfen.
Allerdings wurde diese Erlaubnis mit der folgenden Anordnung verbunden: Matata und Tessa sollten gemeinsam auf die kleine Wölfin aufzupassen. Es wurde ihnen auch empfohlen, dass sie dazu gemeinsam in eine leerstehende Hütte ziehen sollten. Da sie mittlerweile wie Geschwister miteinander verbunden waren, nahmen sie diese Herausforderung sehr gerne an.
So konnten sie ab jetzt noch bequemer jeden Morgen und jeden Abend ihre gemeinsamen Meditationen durchführen. Yoko legte sich dann meistens ruhig zwischen die Beiden und es wirkte fast so, als ob auch sie meditieren würde.
Die anderen Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinschaft waren nur ein wenig neidisch, weil niemand wirklich ausgeschlossen wurde. Alle durften mit Yoko jederzeit spielen, sie streicheln und mit ihr kuscheln. Die kleine Wölfin genoss das offensichtlich. Sie hatte schlau und entschlossen gehandelt und ihr neues Rudel gefunden.
Jeden Vormittag traf sich eine kleine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zum Spielen mit Yoko, Matata und Tessa. Ein Spiel das Yoko sehr schnell verstanden hatte war: Fangen. Vergeblich versuchten die Kinder und Jugendlichen die kleine Wölfin zu erhaschen. Durch geschickte schnelle Drehungen und Windungen konnte sie immer entkommen.
Johannes, der beste Freund von Mathata, hatte sogar versucht Yoko durch überraschende und geschickte Hechtsprünge zu erwischen. Er landete dabei aber immer nur wieder vergeblich auf der Erde und musste den Staub schlucken, den die Wölfin hinter sich liess.
Es war zum Mäuse melken. Nur Matata gelang es immer wieder Yoko zu erwischen. War er vielleicht besser als alle Anderen darin, die schnellen und geschickten Bewegungen der Wölfin vorher zu sehen? Johannes witterte Betrug und behauptete Yoko würde sich bei Matata weniger darum bemühen zu entwischen. Die anderen Kinder lachten sich über diese Beschuldigung fast kaputt.
Johannes liess nicht locker. Heimlich traf er sich mit zwei anderen Jungen und zwei Mädchen. Sie arbeiteten gemeinsam den folgenden Jagdplan aus: Die vier Anderen sollten versuchen Yoko auf die gegenüberliegende Seite des Dorfes zur Felswand zu treiben. Es würde dort keinen Fluchtweg geben. Johannes würde versteckt hinter dem grossen Lindenbaum an der Felswand warten und dann überraschend Yoko am Schwanz packen und fangen.
Am nächsten Tag lief zunächst alles so ab, wie von Johannes geplant. Als die vier Jugendlichen versuchten Yoko zu fangen, schien ihr das viel Spass zu bereiten. Bei der Verfolgung gelang es den Häschern auch tatsächlich sie nach und nach in die Richtung der Felswand zu treiben.
Alles entwickelte sich hervorragend. Johannes, der versteckt hinter dem Baum alles beobachtete, rieb sich in stiller Vorfreude schon die Hände. Aber Yoko hatte den Braten bereits gerochen. Genau genommen hatte sie den Körpergeruch von Johannes, der leicht nach Zwiebeln und Knoblauch roch, frühzeitig wahrgenommen.
Bereitwillig liess Yoko sich in die Richtung der Felswand treiben. So näherten sie sich immer mehr dem Lindenbaum, hinter dem Johannes versteckt wartete. Aber in dem Moment als Johannes hervorgesprungen kam und ihren Schwanz packen wollte, drehte sie sich blitzschnell um und sauste durch die Beine von Johannes davon.
Die anderen Kinder jubelten und applaudierten Yoko zu. Johannes gab sich als fairer Verlierer geschlagen. Er legte sich auf den Rücken und streckte alle Viere von sich. Er rief: „Ich gebe die Jagd auf. Yoko du bist meine grosse Meisterin.“ Da kam die kleine Wölfin angelaufen und sprang Johannes auf den Bauch. Johannes nahm sie in die Arme und lachte: „Ha, ha, jetzt habe ich dich ja doch noch erwischt.“ Aber das war natürlich nur Spass.